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VW Tiguan Testbericht

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VW Tiguan

<h1> Such&#39; das SUV</h1> <p> Seit knapp einem Jahr wird der <strong>VW Tiguan</strong> verkauft und die Erfolgsgeschichte ist imposant. Obwohl es im Feld der sogenannten Kompakt-<strong>SUV</strong>, also der Gel&auml;ndewagen mit rund 4,50 Metern L&auml;nge (der Tiguan misst 4,55 Meter), schon reichlich Auswahl gab, setzte sich der Sp&auml;tstarter aus Wolfsburg auf Anhieb durch. Er wurde &quot;Europas Allradauto des Jahres&quot; und der meistverkaufte <strong>SUV</strong> in Deutschland. Allein im Juli wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg 3268 Modelle neu zugelassen. F&uuml;r <strong>VW </strong>wird die Nachfrage fast schon zum Problem: Bei einigen Varianten, best&auml;tigen Mitarbeiter, muss mit Lieferzeiten von bis zu einem Jahr gerechnet werden.</p> <h2> VW Tiguan = unauff&auml;llige Zuverl&auml;ssigkeit</h2> <p> W&auml;hrend man solche Sachen liest, taucht normalerweise das Bild des dazugeh&ouml;rigen Autos vor dem inneren Auge auf. In diesem Fall k&ouml;nnte das anders sein. Denn der Tiguan ist ein Fahrzeug, das praktisch unerkannt an die Spitze der Beliebtheitsskala gelangt ist. Das Paradox d&uuml;rfte schon einen Teil des Erfolgs erkl&auml;ren: Ein Gro&szlig;teil der Kundschaft will n&auml;mlich mit einem neuen Auto gar nicht gro&szlig; auffallen, sondern einfach nur fahren. Und unauff&auml;llige Zuverl&auml;ssigkeit ist eine Eigenschaft, die VW bei seinen Produkten seit jeher kultiviert.</p> <h2> Guter Kompromiss</h2> <p> Dabei w&auml;re es falsch, die Optik des Tiguan als langweilig abzutun. Die Karosserie ist glatt und frei von M&auml;tzchen - was sich &uuml;ber die Jahre als Vorteil herausstellen d&uuml;rfte, denn vermutlich altert der Tiguan visuell sehr viel langsamer als viele seiner Konkurrenten. Und auch das Format, deutlich kleiner als der gro&szlig;e VW-SUV Touareg, aber rundum stattlicher und aufrechter als ein Golf oder Golf Plus, sieht nach einem guten Kompromiss zwischen Vernunft und Statusgehabe aus.</p> <h2> Turbo und Automatik</h2> <p> In unserem Testwagen, ein Modell in der Ausstattung Track &amp; Field, die f&uuml;r Menschen gedacht ist, die mit dem Auto tats&auml;chlich auch unbefestigte Strecken unter die R&auml;der nehmen wollen, steckte der mittlere der drei verf&uuml;gbaren Benzinmotoren: der 2-Liter-Turbo mit 170 PS. Das klingt nach reichlich Schmalz unter der Haube, doch ganz so arg ist es gar nicht. Denn einerseits wiegt der Wagen leer schon 1,6 Tonnen, und andererseits scheint auch in der Sechsgang-Automatik (Aufpreis 1750 Euro) ein Teil des Drehmoments von maximal 280 Nm zu versickern.</p> <h2> Flott und entspannt</h2> <p> Das hei&szlig;t aber nun nicht, dass der Tiguan 2.0 TSI tr&auml;ge oder gar lahm w&auml;re. Im Gegenteil. Das Auto f&auml;hrt sich flott und agil und vor allem au&szlig;ergew&ouml;hnlich leise und entspannt. Bei Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn ist der Wagen einfach klasse. Am Berg und mit Beladung jedoch ist die Getriebesteuerung &uuml;berfordert, und man muss in den manuellen Schaltmodus wechseln, um fl&uuml;ssig voranzukommen.</p> <h2> Der Tiguan genehmigt sich viel Sprit</h2> <p> Fl&uuml;ssig ist ein gutes Stichwort, denn der Verbrauch ist die dunkle Seite des Tiguan. 9,9 Liter je 100 Kilometer gibt VW als Durchschnittswert an, der Bordcomputer errechnete nach unserem Testzeitraum ein Mittel von 10,6 Liter. Das ist reichlich Brennstoff, zumal in diesen Zeiten. Dass man mit dem vielen, teuren Benzin immerhin vier R&auml;der bewegt, ist zwar ein Argument, aber nicht sonderlich &uuml;berzeugend, denn den Allradantrieb braucht (fast) kein Mensch. Die einfachste Art Sprit zu sparen, w&auml;re also, wenn VW das Modell endlich auch mit konventionellem Frontantrieb anb&ouml;te. Das sei zwar geplant, r&auml;umt ein VW-Sprecher ein, doch aufgrund der aktuellen Nachfragesituation f&uuml;hle man sich in dieser Hinsicht nicht unter Zeitdruck.</p> <h2> Extras sind kostspielig</h2> <p> Der &Auml;rger &uuml;ber den Verbrauch verraucht nach den Tankstopps allerdings rasch, wenn der Tiguan wieder in Fahrt kommt. Das liegt am schon erw&auml;hnten, sehr entspannten Fahrverhalten des Wagens, an seiner bemerkenswerten Lenkung und an den zahlreichen Details, die den Aufenthalt an Bord angenehm machen. Jedoch l&auml;sst sich VW viele Extras auch extra bezahlen. Die Zwei-Zonen-Klimaanlage zum Beispiel kostet 315 Euro Aufpreis, der Perleffekt- oder Metalliclack 500 Euro (nur zwei Farben - candy-wei&szlig; und indien-blau - sind aufpreisfrei) und dass Nebelscheinwerfer mit 155 Euro extra berechnet werden, ist eine Dreistigkeit, wo doch das Thema Sicherheit angeblich ganz weit oben auf der Werteskala steht.</p> <h2> Plastikklappen statt Nebelscheinwerfer</h2> <p> Prompt gab es bei unserem Testwagen statt der hinter lupenf&ouml;rmigen Glas platzierten Nebelscheinwerfer nur schwarze Plastikkappen. Daf&uuml;r aber waren eine Lederausstattung (Aufpreis 2385 Euro) und eine R&uuml;ckfahrkamera installiert (Bestandteil des Top-Pakets f&uuml;r 1195 Euro), damit man das gute St&uuml;ck beim Rangieren nicht aus Versehen an die Wand f&auml;hrt. Man braucht aber auch gar nicht mehr selbst einzuparken, denn den Tiguan gibt es auch mit Einparkhilfe (Aufpreis 685 Euro), die das Auto selbstt&auml;tig in L&uuml;cken man&ouml;vriert, die von den Sensoren beim Vorbeifahren als ausreichend gro&szlig; erkannt wurde.</p> <h2> 50.000 Euro sind drin</h2> <p> Man kann sich also den &quot;kleinen&quot; SUV aus dem Hause VW stramm zurechtr&uuml;sten, und dann ist ein Preis von 50.000 Euro f&uuml;r das Auto durchaus m&ouml;glich. Immerhin: Die lange Wartezeit auf Fahrzeuge mit Vollausstattung l&auml;sst den Interessenten noch etwas Zeit zum Sparen. Und zum Suchen nach Deutschlands meistverkauftem SUV im Alltagsverkehr - wo sich das Auto immer so gut versteckt.</p> <h2> Pro &amp; Contra VW Tiguan 2.0 TSI</h2> <p> Einsteigen...weil der Wagen drinnen sehr aufger&auml;umt wirkt und auffallend leise vorw&auml;rts kommt.<br /> Aussteigen: ...weil der Allradantrieb kaum was bringt au&szlig;er h&ouml;herem Verbrauch und die Automatik am Berg &uuml;berfordert ist.<br /> EInfach selbst testen!</p>

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